Supermagnete / Neodymmagnete FAQ

Was genau sind eigentlich Supermagnete? Wie werden diese Magnete hergestellt? Wer hat sie entwickelt? Auf einige dieser Fragen möchte ich in diesem Beitrag eingehen.

Was sind Neodymmagnete?
Supermagnete / Neodymmagnete bestehen aus einer Legierung bestehend aus Neodym, Eisen und Bor (NdFeB). Entdeckt wurde diese Legierung im Jahr 1984. Seitdem hat eine Weiterentwicklung der Herstellungsmethoden dazu geführt, dass die Neodym Magnete noch etwas stärker wurden.
Es handelt sich bei diesen Magneten um die derzeit stärksten Permanentmagnete der Welt. Der Vorteil liegt in der extrem großen Haftkraft trotz geringen Volumens. Dies war mit anderen Werkstoffen bislang nicht möglich.
Hinzu kommt, dass Neodymmagnete ihre Haftkraft auch nach vielen Jahren nicht verlieren. Aus diesem Grund finden sie in vielen industriellen Produkten Anwendung. So werden sie z.B. in Elektromotoren und Generatoren eingesetzt. Aber auch im Metall- und Ladenbau gibt es viele praktische Einsatzzwecke.
In unserem Sortiment führen wir Neodymmagnete sowohl für den industriellen und handwerklichen, aber auch für den Heimwerker. Günstige Staffelpreise führen bei größeren Abnahmemengen zu sehr attraktiven Preisen für Magnete.

Wie und wo werden Neodym-Magnete hergestellt?
Die Herstellung der so genannten Wundermagnete ist sehr aufwändig. Da die seltenen Erden (Neodym) vor allem in China in großem Volumen zu finden ist, findet die Produktion hautpsächlich dort statt. Damit ist China der weltweit wichtigste Lieferant von Neodymmagneten (geschätzt werden ca. 90 Prozent der Weltproduktion). Aber auch in anderen Ländern (z.B. Australien) werden derzeit Vorkommen erschlossen.

Nun kommen wir zu den Produktionsschritten:
Zuerst werden die drei Grundrohstoffe Eisen, Neodym und Bor sowie einige andere Zusatzstoffe sehr fein zermahlen und im Vakuum verschmolzen.
Bei diesem Prozess entsteht die Legierung NdFeB (wird umgangssprachlich oft Neodym genannt, obwohl es aus den 3 Rohstoffen besteht).

Als nächster Schritt werden Rohlinge hergestellt. Dazu wird die Legierung NdFeB (Neodym-Eisen-Bor) leicht magnetisiert und in eine Form gepresst (meist quaderförmig oder zylindrisch). Diese Rohlinge werden anschließend dann im Vakuum erhitzt. Diesen Vorgang, bei dem die Legierung eine spezielle und für die spätere Magnetisierung wichtige Kristallstruktur erhält, nennt man auch sintern.

Nachdem die Rohlinge gesintert wurden, werden diese anschließend gedreht oder gesägt und somit in die gewünschte Form (Scheibenmagnete, Kugelmagnete, Quadermagnete, Stabmagnete, Ringmagnete, Würfelmagnete, Konus etc.) gebracht.

Jetzt werde die Rohmagnete, die bereits die endgültige Form haben, galvanisch beschichtet. Dieser Vorgang ist sehr wichtig, da NdFeB an der Luft nicht stabil ist, sondern langsam oxidiert. Das bedeutet, dass sich der Magnet ohne eine intakte Beschichtung langsam zersetzt. Zu sehen ist dies an der Bildung einer feinen Staubschicht und einem schwächer werden Magnetfeld.
In der Regel wird hierzu eine Nickelbeschichtung verwendet. Diese Beschichtung besteht aus 3 einzelnen Schichten (Nickel-Kupfer-Nickel) mit jeweils einer Dicke von ca. 4-7 Mikrometern. Wenn wir von einer Nickelbeschichtung sprechen, ist daher immer Ni-Cu-Ni gemeint. Es gibt auch andere Beschichtungen, wie z.B. Gold, Kupfer oder Chrom, aber auch bei diesen Beschichtungen wird vorher immer eine Ni-Cu-Ni Beschichtung aufgebracht und anschließend noch eine weitere Schicht verwendet. Im Endeffekt besteht eine Goldbeschichtung also z.B. aus Ni-Cu-Ni-Au.

Nachdem die Beschichtung aufgebracht wurde, werden die optisch bereits fertig aussehende Magneten magnetisiert, indem sie in eine Magnetspule gestellt, durch die eine Millisekunde lang ein sehr großer Strom fließt. Durch das extrem starke Magnetfeld, das in diesem Elektromagneten entsteht, werden die Neodymmagnete magnetisiert (Moleküle und Kristalle richten sich aus). Diese Magnetisierung bleibt bei den Magneten anschließend dauerhaft bestehen, da sie eine sehr spezielle Kristallstruktur haben.

Nachdem die Magnete fertig produziert sind, werden sie im letzten Schritt einer gründlichen Qualitätskontrolle unterzogen und verpackt.

Durch unsere jahrelange Zusammenarbeit mit professionellen und sorgfältig ausgewählten Werken in China können wir für den Kunden ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erzielen. Auch in der Logistik greifen wir auf namhafte und zuverlässige Partner zurück, bei denen wir durch Rahmenverträge sehr gute Konditionen anbieten können.

Was ist bei Neodymmagneten zu beachten?
Man sollte unbedingt vermeiden, dass starke Magnete unkontrolliert aufeinanderstoßen. Bei der Kollision können Magnete zersprlittern. Gerade bei Todesmagneten können bei falscher Handhabung Quetschungen und Verletzungen entstehen.

Was sind eigentlich Todesmagnete?
Der Begriff „Todesmagnete“ hat sich für besonders große und damit unheimliche starke Neodymmagnete eingebürgert. Er ist auf die Gefahr zurückzuführen, die bei falscher Handhabung mit diesen Magneten entsteht. Todesmagnete sind meist größer als 70 mm und haben damit eine Haftkraft von mehreren hundert kg. Damit lassen sich sehr interessante und spannende Sachen anstellen. Natürlich sollte man aber vorher die Sicherheitshinweise gründlich studieren und auf die richtige Handhabung acht geben. Niemals sollten Todesmagnete in die Hände von Kindern gelangen.