Magnete & Supermagnete im Alltag

Täglich begegnen uns im Alltag Magnete.
Beispiele hierfür sind nicht nur Pinnwand, Kühlschrank- oder Büromagnete.
Wenn man sich genauer umschaut, findet man im Alltag viel öfter Magnete – oft unbewusst.
Zum Beispiel in einem Kompass. In einem Kompass befindet sich eine drehbar gelagerte Magnetnadel (mit Süd- und Nordpol). Sie richtet sich entlang des Erdmagnetfeldes aus und hilft uns bei der Orientierung.

Relativ starke Magnete findet man außerdem in Lautsprecherboxen. Bei alten Röhrenbildfernsehern empfiehlt es sich daher, diese nicht zu nah zusammen aufzustellen, da die Magnete ansonsten die Bildqualität beeinflussen können.
In den Lautsprechern werden starke Magnete benötigt, um die darin befindlichen Magnetspulen im Rhythmus der Musik schwingen zu lassen.

Technische Magnete können in zwei Kategorien eingeteilt werden:
1. Permanentmagnete / Dauermagnete
Dauermagnete bestehen aus einem hartmagnetischem Material (z.B. Eisen, Nickel, Cobalt oder bestimmte Ferrite). Diese Magnete haben und behalten ihr statisches Magnetfeld, ohne dass sie wie Elektromagneten einen elektrischen Stromfluss benötigen.
Dauermagnete werden durch die Einwirkung eines Magnetfeldes auf ein ferrimagnetisches oder ferromagnetisches Material mit einer großflächigen Hysteresekurve erzeugt.
Erste künstliche Dauermagnete wurden ca. 1750 von John Canton entwickelt und hergestellt.
Die gebräuchlichsten Magnete im Alltag sind vor allem Ferritmagnete und Neodymmagnete (NdFeB Magnete), umgangsprachlich auch Supermagnete genannt. Im Gegensatz zu Ferritmagneten sind Neodymmagnete ungefähr 10 mal so stark. Diese Magnete können in einem handlichen Maß schnell Haftkräfte von mehreren hundert kg erreichen. Besonders starke Supermagnete (200kg+) werden oft auch Todesmagnete genannt. Dieser Name lässt sich auf die großen Kräfte zurückführen, die bei falscher Handhabung zu Verletzungen führen können. Es lassen sich aber auch sehr interessante Experimente damit durchführen.

2. Elektromagnete
Im Gegensatz zu Dauermagneten, die ihr statisches Magnetfeld dauerhaft behalten, benötigen Elektromagnete einen elektrischen Stromfluss, um ihr Magnetfeld zu erzeugen und zu halten. Der Vorteil ist, dass man das Magnetfeld jederzeit an- und ausschalten kann. So findet man Elektromagnete in jedem Elektromotor, aber auch in den meisten Haushaltsgeräten, wie z.B. Mikrowelle, Mixer, DVD Player etc.

Ein ganz besonderes „Magnet-Produkt“ ist die Festplatte im Computer. Hier ist neben dem Elektromotor, der für die schnelle Rotation des Speichermediums sorgt, eine magnetisierbare Schicht vorhanden, die die Daten als Folge von Nord- und Südpolen speichert. Die digitale Magnetspeichertechnik findet man ebenso in älteren Speichermedien, wie z.B. dem Tonbank, der Kassette oder dem Videorekorder.

Zu allerletzt sei noch gesagt, dass auch jedes Kabel, durch das Strom fließt, ein magnetisches Feld erzeugt. Mit einem Magnetsensor kann man daher versteckte Stromleitungen in der Wand finden.

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